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Nach dem Ende der DDR ging es nur noch bergauf

Es gibt einige, die sagen: "nicht alles war schlecht in der DDR". Ich muss sagen: Doch, alles war schlecht in der DDR. In einem verlogenen, menschenverachtenden Unrechtsstaat ist alles schlecht.

Natürlich kann mann immer wieder Dinge so hindrehen, dass diese ersteinmal gut aussehen. Und das mach ich jetzt auch.

Ich hatte in meiner Jugend im Osten von Deutschland nie Gewichtsprobleme. Das lag nicht an der ausgewogenen Ernährung, sondern ich konnte immer nur das Essen, was es gerade zu kaufen gab. Rot- und Weißkohl, Brot und Brötchen, Quark, Milch und Kristall-Wodka gab es immer. Alles andere gab es nur ab und zu. So kam man praktisch erst gar nicht in die Versuchung übermäßig zu essen oder zu naschen: Keine Süßigkeiten (es sei denn jemand konnte die "Schlagersüßtafel" essen), kein Fastfood und kein Obst mit übermäßigen Fruchtzuckenanteil wie Bananen, Orangen oder Weintrauben. Die Äpfel die es gab, waren eher sauer und manchmal gabe es Orangen, die waren aus Kuba. Als wir dann von Schabowski in die Freiheit entlassen wurden, ging es mit uns endlich aufwärts. Leider auch was, mein Gewicht betrifft.

So schaffte ich es in den ersten 10 Jahren auf ÜHU. Zur Jahrtausendwende war mir das dann zu viel. Mit Reductil, einen Psychopharmaka, ging das Abnehmen super und schnell. Ich war zwar etwa überdreht, aber auch euphorisch und brauchte tagelang nichts zu essen. Damit hab ich mein Gewicht auch wieder auf Normalgewicht runterbekommen. Leider wurde es denn im Laufe der Jahre immer schwieriger Reduktil frei zu bekommen und die Ärzte bekamen zunehmed Schiss wegen den Nebenwirkungen. Mit 2-3 Runden Reductil konnte ich dann noch eine Weile mein Gewicht halten. Dann hatte sich aber offensichtlich mein Körper daran gewöhnt, so dass es nicht mehr geholfen hat.

Mit regelmäßigen Sport konnte ich zwar in den letzten Jahren mein Gewicht immer unter 120 kg halten. Die hab ich aber leider nun letztes Jahr durchbrochen, da zu viel und zu unregelmäßig gegessen und vor allem regelmäßig Alkohol getrunken.

Damit ist nun Schluss. Nachdem ich die schöne Werbung von Almased im Fernsehen gesehen habe, möchte ich nun auch so eine schöne gelbe Badehose (das Oberteil sieht sicher blöd an mir aus).

Gedacht - getan, mal probeweise eine Dose in der nächsten Apotheke gekauft und probiert, ob ich das Zeug überhaupt runterbekomme. Siehe da, es ging. Nun noch schnell technisch augerüstet (Iphone mit Runkeeper und Shapeup, damit die Kalorien automatisch gezählt werden - Strichcode scannen, Wlan-Waage, die das Gewicht, Fettanteil und den BMI automatisch in die Cloud schiebt), damit ich mich nicht selber be*******n kann. Und los gehts. Das war mit 121,6 kg, der 20. Dezember, vor Weihnachten. Aber nach der Devise "Heute erstmal anfangen, morgen sehen wir weiter" ging's los.

Heute, 3 Wochen später, fehlen mir immerhin schon fast 5 kg. Und es geht weiter ...

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